Passen unsere Freunde zu unseren Zielen?

Wir umgeben uns in unserem gesamten Leben mit vielen verschiedenen Menschen. Die meisten sind nur flüchtige Bekanntschaften, andere wiederum werden ein fester Bestandteil unseres sozialen Umfeldes. Aber auch dieses vermeintlich feste Umfeld, hat bei genauerer Betrachtung eine Fluktuationsrate und erneuert sich bei dem ein oder anderen im Laufe der Jahre gänzlich. Diese Veränderung wird oftmals als falsch dargestellt, da man keine alten Freundschaften pflegt oder aber sich aus einem Umfeld passiv entfernt, vielleicht auch ganz bewusst aktiv ausgrenzt.


Ich sehe solche Veränderungen im sozialen Umfeld sehr positiv, da diese ein Indikator für Wachstum sind. Diese Veränderung ist meistens ein natürlicher Prozess, sodass man als Person wächst und der Austausch im Umfeld nicht erzwungen wird, sondern wir uns einfach mit Menschen umgeben, die besser zu uns passen, aber auch zu denen wir besser passen, sei es aufgrund von Interessen, Weltanschauungen oder aus anderen Gründen.


Dieses Umfeld, welches sich immer wieder, fast von Geisterhand selbst erneuert ist auch ein wichtiger Indikator dafür, wo wir in unserem Leben stehen und vor allem, wo wir uns hin bewegen.


Einige Wissenschaftler haben die These aufgestellt, dass wir selbst als Person der Durchschnitt der fünf Menschen sind, mit denen wir die meiste Zeit unseres gegenwärtigen Lebens verbringen.


Da der objektive Blick in die Realität oftmals verzehrt wird, blicke ich in die Vergangenheit zurück und sehe mich als Person in meinen verschiedenen Lebensabschnitten und betrachte die Freunde, die ich damals hatte und komme aus einer sicheren, objektiven Perspektiven zu einem Entschluss, der diese These bestätigt.

Was bedeutet dieses für das Hier und Jetzt und für die Zukunft?

Wir sind Heute, da wo wir sind, weil uns die Personen in unserer Vergangenheit in einem gewissen Maße geprägt und dort hin geleitet und begleitet haben, wo wir heute stehen.


Man könnte also annehmen, dass die heutigen fünf Personen, die uns begleiten, zu jeweils einem Fünftel unsere Zukunft vorprogrammieren und gestalten, da wir heute die selben Ideale und Werte anstreben.


Was aber lernen wir nun aus diesem Zusammenhang?

Unser heutiges Umfeld beeinflusst unsere Handlungen und dies führt zu bestimmten Auswirkungen für uns in der Zukunft. Umso wichtiger ist es sich in die Nähe von Personen zu begeben, die uns helfen sich weiter zu entwickeln und als Persönlichkeit zu wachsen. Dies soll in keinem Zwang ausarten, seine alten Freunde über Bord zu werfen und die nächst beste Person zu belästigen, die einen Porsche fährt, nur weil man selber gerne einen besitzen würde. Viel wichtiger ist es zu erkennen, was man selber möchte und wie dazu das eigene Umfeld steht. Ist man mit der jetzigen Situation glücklich, so ist dies sicherlich ein nennenswerter Erfolg, spürt man allerdings einen Wunsch nach Veränderungen, so sollte man überlegen, wie die Einstellung des aktuellen Umfelds zu den eigenen Wünschen steht und in wie weit man sich selbst verändern sollte um die angestrebten Ziele zu erreichen.


Ist die Differenz zwischen dem jetzigen Umfeld und dem Wunsch der eigenen Veränderung zu groß, so ist es sicherlich interessant bewusst zu beobachten, wie sich die eigenen Neigungen ausprägen und wie diese Veränderung eine natürliche Fluktuation in unserem direkten Umfeld verursacht.


Rückblickend wird einem bewusst, wieso wir die Zeit mit den Menschen verbringen, deren Leben mit unserem am ehesten ähnelt, anstatt mit dem besten Freund aus der dritten Klasse, mit dem man zusammen Fußball gespielt hat, oder einem großen Teil des Freundeskreises mit dem man um die Häuser gezogen ist, als man sein Abitur absolviert hat.


 

Wer immer tut , was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.

Henry Ford

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